Berichte von 07/2013

29Juli
2013

Gruesse aus dem schoenen Baracoa

Hola,

und wieder ist eine Woche vergangen...Die Zeit scheint hier vorbeizurasen.

Bin seit gestern in der schoenen Kuestenstadt Baracoa, am oestlichen Ende Kubas (s.Karte). Baracoa ist ein ruhiges, gemuetliches Fischerstaedchen. Nach dem riesen Karnevalstrubel in Santiago de Cuba, erhiole ich mich hier diese Woche.

Ich reise gerade mit Izabela, einer Bagpackerin aus Polen. Am Freitag trennen sich aber unsere Wege wieder, da ich fuer ein paar Tage in dem Nationalpark "Alejandro de Humboldt" wohnen werde und sie Nach Santiago de Cuba zuruckfaehrt. Vom Nationalpark aus werde ich entlang der Kueste weiter nach Westen reisen. Die Strasse ist sehr schlecht, sodass ich noch nicht genau abschaetzen kann, wann ich in Moa ankommen werde. Aber gerade das macht das reisen erst interessant. Nicht alles planen zu koennen Zwinkernd

Karneval in Santiago de CubaBaracoa Karneval in Santiago de Cuba  Essen mit Freunden auf dem Land

Muchos Saludos....

21Juli
2013

Weiterreise nach Santiago de Cuba

Hola,

seit meinem letzten Blogeintrag ist schon wieder eine Woche vergangen. Mir gehts super hier und ich fuehle mich jeden Tag wohlerLachend

Die Stadt kann aber auch sehr anstrengend sein. Ich habe einige Touris getroffen, die froh waren, die Stadt wieder zu verlassen. Die beiden Waehrungen machen es fuer Touristen am Anfang nicht leicht. Dies wird in vielen Laeden oder Restaurantes ausgenuzt. Es gibt den Peso Cubano und den Pesos Convertibles (23 Peso Cubano sind 1 Peso Convertible). Auf den Preistafeln werden manchmal nur Zahlen ohne Waehrung angegeben. Die Einheimischen bezahlen dann Pesos und die Touris das 23-fache, neamlich CUC (Pesos Convertibles). Man darf aber auch nicht vergessen, das ein Arbeiter hier im Schnitt 25 Dollar verdient.

Auch fuer mich war es nicht immer leicht. Aber mir halfen meine Erfahrungen aus Afrika die Menschen hier zu verstehen. Das Leben findet auf der Strasse statt. Privatsphaehre gibt es hier kaum. Die Wohnungstueren stehen meistens offen und jeder hat hat Einblick in die Wohnstuben des Anderen. An den Wohnungstueren gibt es keine Klingeln. Man ruft einfach von der Strasse aus die Person die man sprechen moechte. Es gibt zwar kaum grosse Supermaerkte oder Fachlaeden hier, aber auf der Strasse werden viele Dinge angeboten. Bei saemtlichen Behoerden oder an den Bushaltestellen muss man immer lange anstehen und man braucht viel Zeit und Geduld.

Meine UnterkunftUniversidad de La Habana Lieblingssportarten auf Kuba sind Baseball, Volleyball und FussballFreibad nur fuer Kinder

Nach 4 Wochen im schoenen La Habana und einem 3-woechigen Spanischkurs an der Uni, verlasse ich nun diese interessante und vielseitige Stadt und beginne endlich meine Rundreise durch Kuba. 

Mein erstes Ziel wird Santiago de Cuba sein. Dort findet vom 23.7.-26.7. der Karneval statt. Dieses Jahr wird zudem der 60. Jahrestag der Revolution gefeiert. Das bedeutet 4 Tage lang nur Fiesta Cool Ueberall auf den Strassen wird getanzt, gesungen und gefeiert. Wie beim Karneval ueblich, tragen auch hier viele Menschen Kostueme, gehen auf Stelzen durch die Strassen und das Ganze ist sehr farbenfroh. Ich freue mich schon sehr auf naechste Woche. Die Fahrt dahin wird allerdings sehr anstrengend. 15 Stunden in einem viel zu kalten Bus. Gut das ich einen kleinen Schlafsack dabei habe. Haette nicht gedacht, das ich den hier noch brauchen koennte. 

Mein naechstes Ziel wird dann vermutlich Baracoa sein. Dieses Gebiet liegt am oestlichen Ende Kubas und ist urspruenglichste und wahrscheinlich schoenste Gebiet Kubas. Dort hat uebrigens auch die Geschichte Kubas begonnen. An diesem schoenen, ruhigen Ort, werde ich mich erstmal vom anstrengenden Karneval erholen. Ich werde mich aber auch sportlich betaetigen. Kajak fahren, klettern, Fahradtouren, usw..

14Juli
2013

Meine 3.Woche in Habana

Hola,

es ist schoen wieder an der Uni zu sein. Nach 2 Wochen Spanischkurs kann ich mich schon ein wenig auf der Strasse verstaendigen. Es ist nicht leicht, die Kubaner zu verstehen, da sie die Wortenden meistens verschlucken und sehr schnell sprechen. Aber die Verstaendigung klappt von Tag zu Tag besser. Ich geniese es genug Zeit zu haben um eine Sprache zu lernen. Es ist auch schoen, an der Uni zu sein, und jeden Tag neue Leute aus allen Laendern zu treffen. Abends gehen wir gemeinsam in Habana weg oder verbringen die Wochenenden am Strand.

Am Donnerstag waren wir bei einer Poetry Slam Auffuehrung im Stadteil Alamar im Casa de Cultura, bei der eine Freundin aus Belgien teilgenommen hat. Die verschiedenen Kuenstler waren aus unterschiedlichen Laendern und alle unglaublich gut. Es war ein wundervoller, unbeschreiblich schoener und interessanter Abend. Habe einen argentinischen Diechter kennengelernt, der in Berlin wohnt. Er hat mich nach Berlin eingeladen. Habe auch einen Dichter aus Costa Rica kennengelernt, der seit 15 Jahren auf Cuba wohnt. Er schreibt seit 10 Jahren an einem Buch mit seinen Gedichten. Er hat mir versprochen, mir das per Mail zu schicken. Er hat auch ein Tatoo-Studio hier und ich ueberlege mir, mir am Ende meiner Reise ein Tatoo bei ihm stechen zu lassen. Seine Arbeiten sind super. Zudem ist es sehr guenstig hier. Noch weiss ich aber nicht genau, was fuer ein Motiv. Am Ende meiner Reise werde ich es wissen...

08Juli
2013

Auf dem Land in Viñales

Hola Amigos,

am Wochenende war ich mit einer Freundin aus Brasilien in dem schoenen kleinen Ort Viñales, noerdlich von Pinar del Rio im Westen Kubas. Die Gegend ist bermueht fuer den Tabakanbau.

Wir haben die Campesinos (Tabakpflanzer) besucht und und alles ueber den Tabakanbau erklaeren lassen. In einer Huette die zum trocknen der Tabakblaetter benutzt wird, hat er uns eine gute Cohiba gedreht und uns zum rauchen gegeben. War ein echter Genuss. Ich denke drueber nach, am Ende meiner Reise fuer 2-3 Wochen dort zu arbeiten.

Campensino beim drehen einer Zigarre 

Seit Montag, 1.7. mache ich einen Spanischkurs an der ehrwuerdigen Universitaet de Habana. Nach 30 Jahren bin ich sozusagen wieder zurueck in der Grundschule Zunge raus Wir sind 8 Studenten aus Korea, Russland, Norwegen, Belgien und Deutschland. Es ist gut taeglich an der Uni zu sein, so treffe ich viele andere Touris und tausche mich mit ihnen aus. Wir treffen uns Abends oft in Habana oder verbringen das Wochenende gemeinsam am Strand in Playa del Este. Dabei sind immmer viele Laender vertreten und ich lerne jeden Tag sehr interessante Menschen kennen.

 

01Juli
2013

Erste Woche in Habana

Hallo,

langsam gewoehne mich an das hektische Leben auf den Strassen, das heisse Wetter und die hohe Luftfeuchtigkeit sowie an das einfache Essen hier. Mein Magen hat jedenfalls noch nicht revoltiert Zwinkernd

Ich bin in der Unterkunft bei Ana-Maria und ihrer Familie geblieben, da sich die Uni nur ca. 1km befindet und ich in ca. 15 min zu Fuss dort bin. Ausserdem bekomme ich dort waehrend der Woche Fruehstueck und Abendessen.

Vieles hier erinnert mich an Afrika. Die Menschen hier sind arm aber gluecklich. Man hilft sich gegenseitig und redet viel miteinander. Soweit ich das bisher festellen konnte, moegen die Kubaner 3 Dinge besonders. TANZEN - TRINKEN - SEX. Das hilft vermutlich die taeglichen Schwierigkeiten im Sozialismus zu vergessen. Es fehlt an fast allen Importguetern. Saemtliche Milchprodukte sind hier ebenfalls Luxus.

Am Wochenende war ich zum ersten Mal am Strand. Fuer 40 Centavos (ca.2 Cent) kann man mit dem oeffentlichen Bus von Habana an den Strand Playa del Este fahren. Am Wochenende sieht es dort aus wie auf Mallorca in der Hochsaison. Aber gluecklicherweise nur mit Kubanern. Es wird ueberall ron (Rum) getrunken, gegessen und getanzt. Ueberall hoert man den Son Cubano. Das Wasser hat Badewannentemperatur und es wird hier nicht einmal Nachts kaelter als 25-28 Grad...